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# Bild & Wort

Webgestaltung

Web-Archiv

Seit Ende der 1990er Jahre betrieb ich auf ehrenamtlicher oder freischaffender Basis eine Reihe von Websites mit musikalischem, geisteswissenschaftlichem oder künstlerischem Schwerpunkt. Die ersten beiden Webseiten erstellte ich für wissenschaftliche Arbeitsgruppen, davon die eine mit einem komplett selbst gebastelten CMS, das andere dann mithilfe des populären Drupal CMS.

Für kleinere Projekte aus Low-Budget oder Non-Profit-Bereichen entwickelte ich Tortilla, ein auf PHP und XML basierendes Framework, welches besonders leicht zu warten und zu aktualisieren ist. Die ersten Seiten dieser Art erstellte ich für Personen aus den Bereichen Kunst und Wissenschaft. Auch die Webseiten von zwei Chören nutzten dieses System.

Abgesehen von der zeitweiligen Wartung der noch laufenden Systeme wickelte ich die Webseiten-Betreuung zugunsten anderer beruflicher Aktivitäten weitgehend ab.

Musik

Edition Juliane Klein – Das Gesamtwerk zeitgenössischer Komponisten exclusiv

Die seit 2003 bestehende Verlagswebsite des Musikverlags bedurfte, nachdem das Zeitalter von Frames und Flash (siehe Bild) sich langsam dem Ende zuneigte, einer Rundumerneuerung. Im Jahr 2011 konstruierte ich auf der Grundlage von »Flotilla« ein Content-Management-System, welches auf die spezifischen Bedürfnisse des Verlages abgestimmt war. Vor allem an der Struktur der Werkdatenbank wurde lange gefeilt, um sowohl eine leicht verständliche Suche als auch eine effiziente Bearbeitung zu ermöglichen. Ulrike Dornis lieferte das Design, welches Annika Blohm virtuos in Cascading Style Sheets umsetze. Im Jahr 2015 wurde die Website außerdem für Mobilgeräte angepasst.

Aktuelle Seite: https://www.editionjulianeklein.de/

Deutsch-Deutscher Kammerchor

Die besondere Geschichte und Projektgestaltung dieses grenzüberschreitenden sichtbar zu machen, war die spezielle Aufgabe dieser Website, denn jedes Jahr tritt er in einer anderen Region Deutschlands auf. Ein Novum war dabei die Einbindung von interaktiven Karten via OpenLayers und OpenStreetmaps. Es genügt die Angabe einer Koordinate und der Zoomstufe. Die Seite entstand mithilfe von Tortilla.

Aktuelle Seite: https://www.deutsch-deutscher-kammerchor.de/

Vokalensemble Lankwitz

Als mir die Neugestaltung dieser Chor-Website zufiel, kamen wir auf die Idee, eine Konzert-Chronologie ins Netz zu stellen. Nach tiefschürfenden Recherchen und vielen Überlegungen, wie man die vielen Informationen am besten gliedern könnte, gelang es uns schließlich, die musikalische Geschichte des Chores wieder transparent zu machen. Auch diese Seite entstand mithilfe von Tortilla.

Aktuelle Seite: http://lve-berlin.de/

Wissenschaft

Arbeitsgruppe Exilmusik am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg

1998, im ersten Semester meines Studiums an der Universität Hamburg, trat ich zur »Arbeitsgruppe Exilmusik« hinzu. Mit dem Internet kannten sich bislang nur wenige Freaks aus. Dennoch bestand schon in dieser Zeit ein Interesse, wissenschaftliche Aktivitäten im Netz sichtbar zu machen – insbesondere die Arbeit der Exilmusik-AG. Die erste Seite, die ich erstellte, funktionierte mit statischem HTML (erstes Bild); immerhin bot sie bereits ein Register und eine Volltextsuche, die über einen Webservice des Uni-Rechenzentrums angeboten wurde.

Im Jahr 2007 konstruierte ich mithilfe von PHP und MySQL ein Content-Management-System, welche speziell auf die Bedürfnisse der Arbeitsgruppe zugeschnitten war (zweites Bild): Zu den Inhalten gehörten Bibliographien, Werkbeschreibungen, Buchvorstellungen, Komponistenbiographien und vieles mehr ... und alles sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Zwischenzeitig sorgte außerdem ein Rechtsstreit wegen eines Kartenausschnitts (Paul-Dessau-Straße in Hamburg) für Aufregung. Als die Arbeitsgruppe aufgelöst wurde und deren Aktivitäten in andere Arbeitsstellen des Institut überführt wurden, diente die Website noch eine Weile dem dokumentarischen Zweck, bevor wir sie der Wayback Machine übergaben. Die Domain bleibt momemtan noch erhalten.

Aktuelle Seite: http://exilmusik.de/

Astrid Kirchhof – Historikerin

Seit 2010 betreue ich diese persönliche Homepage mithilfe des XML-basierten Tortilla, dessen Mehrsprachigkeits-Funktionalität ich anhand dieser Seite entwickeln und erproben konnte. Das Design war bewusst sehr schlicht gehalten und kam mit ganz wenigen Grafiken aus. Die Seite wurde irgendwann redundant, weshalb wir sie schließlich dem Internet Archive überließen.

Villigster Forschungsforum

Aus einer kurzen Anfrage im Jahr 2004, ob ich nicht eine kleine Infoseite für einen Verein zusammenbasteln könne, und dem daran anschließenden Satz »Ich hoffe, dass Du auch dann noch Zeit hast, dich auch um diese Seiten ein bisschen zu kümmern«, erwuchs eine jahrelange Partnerschaft. Die erste Version der Forschungsforums-Website war mit statischem HTML umgesetzt und war in etwa eine digitale Visitenkarte des Vereins. Mit dem Forum und dessen Aktivitäten wuchsen aber auch schnell die Ansprüche an die Website, und im Jahr 2009 stand die Website auf der Basis von Drupal 6, das dem Forum eine selbständige und komfortable Mitglieder- und Inhaltsverwaltung ermöglichte. Nach über einem Jahrzehnt als Webmaster reichte ich im Jahr 2015 die ehrenvolle Aufgabe an Jonas Müller weiter.

Aktuelle Seite: https://forschungsforum.net/

Kunst

Manfred Liedtke – Grafiker in München

Den Münchener Grafiker begleitete ich mit der Website über verschiedene Ausstellungen hinweg. Höhepunkt war mit Sicherheit die Ausstellung »Sonne, Mond und Sterne« im Landratsamt, die von der SZ hochgelobt wurde. Ab 2012 wurde die Seite von Jimdo betreut und bekam in diesem Zuge ein neues Design. Seit 2019 ist die Seite jedoch nicht mehr verfügbar.

Karin Schelcher – Gartenarchitektur

Diese Website entstand in Zusammenarbeit mit Ulrike Dornis, die das Design gestaltete. Die Seite wurde 2012 auf die Grundlage von Tortilla gestellt. Die Betreuung wurde 2014 an Kyung-Hun Kim übergeben.

Aktuelle Seite: http://www.karin-schelcher.de/

Josef Steiner – Kirchenmaler und Restaurateur

Als ein Geburtstagsgeschenk trugen wir Malereien von Josef Steiner aus Tübingen zusammen und brachten sie alle auf eine kleine Website. »Wie kommen denn die Bilder da rein?« hörte man den Künstler freudig-überrascht beim Anblick der Seiten ausrufen.

Christine Steiner – Malerin

Die Homepage der Münchener Künstlerin und die ihres Ateliers »Kunigundenart« gestaltete ich zunächst mit statischen Seiten, später dann mit Tortilla. Die Website hebt in erster Linie die große stilistische und handwerkliche Bandbreite hervor. Auf der Atelierseite sind außerdem Schülerwerke zu sehen. Seit 2012 werden die Seiten durch Jimdo betreut und wurde dort einem neuen Design unterzogen.

Aktuelle Seite: https://www.christinesteiner.de/

Die HTML-Chroniken

Die ersten Versuche mit Homepages machte ich in den 90ern mit reinem HTML. CSS war noch nicht so weit verbreitet, die Formatierung definierte man noch über Tags. Lauren Drilling, meine Chat-Freundin aus Des Moines/Iowa, zeigte mir die ersten Schritte. Wir hosteten unsere Seiten auf Geocities (wurde später von Yahoo! geschluckt und 2009 abgeschaltet) und schickten uns per ICQ oder E-Mail gegenseitig unsere »Werke« zu. Mit dem Urheberrecht im WWW war es noch nicht weit gediehen, und es gab noch kein Facebook. Wir schmissen alles auf die Webseiten, was uns gefiel.

Die Suche nach meinen ersten Homepages brachte bislang nur wenig hervor. Meine ersten Seiten auf geocities.com sind nicht archiviert worden. Auch nicht meine spätere Seite auf »mein.hamburg.de« (jemand wählte sie dort zur »Homepage der Woche«, aber in einem Archiv landete sie deshalb noch lange nicht). Immerhin habe ich in meinen Backups noch eine Version von 2001 gefunden, die allerdings war schon deutlich avanciert gegenüber meinen ersten Versuchen (siehe Bild). Meine ersten mit PHP selbstgebauten Seiten haben weder ich selbst noch die Wayback Machine archiviert.

Ich versuchte es mit verschiedenen CMS und Blogging-Systemen, die mich alle nervten, denn irgendwo hatten sie alle einen Haken und machten die Dinge komplizierter, als ich es für nötig hielt. Oft war die Anpassung sehr aufwändig (Templating). Oder man musste sich ständig um Updates kümmern (PHP). Ich baute mir also ein eigenes kleines System. Das konnte nicht viel, aber eben genau was ich brauchte. Diese Homepage sieht nun mehr oder weniger seit September 2010 so aus (Wayback Machine).

Erst zehn Jahre später habe ich mich an eine technische Überarbeitung gewagt. Ich traf auf dieselben Schwierigkeiten wie zuvor, nur auf etwas höherem Niveau. Mein Fazit: Back to the Roots. Ich habe lediglich responsives CSS eingebaut und die Bilder mit einer Lightbox versehen. Den Code habe ich verschlankt, die Bearbeitung kann ich direkt in HTML vornehmen, das geht mehr oder weniger genauso schnell wie in einem CMS. Vorteil: Kein PHP mehr, das ich warten muss, nur ein paar HTML-Seiten. That's it.