Torsten Roeder

IT

Digital Humanities

Sofern Digital Humanities beinhaltet, die Wissenschaft ins Netz zu bringen, sind meine ersten Tätigkeiten in dieser Richtung auf 1999 zu datieren, als ich die Website der Arbeitsgruppe Exilmusik in meine Pflege übernahm.

Nach meiner Studienzeit enstanden im Rahmen meiner Tätigkeit an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Zusammenarbeit mit dem dortigen Archiv zwei Internet-Präsentationen zu den Jubilaren Leonhard Euler (2007) und Max Planck (2008). Dies waren meine ersten Schritte im digitalen Umgang mit historischem Material.

In den Jahren danach erstellte ich am gleichen Hause mehrere wissenschaftliche Datenbanken, deren Nutzungsmöglichkeiten weiter in den DH-Bereich vordrangen. Aus dieser Arbeit entstand »Flotilla«, ein PHP-basiertes und mit MySQL interoperierendes, selbstentwickeltes Framework. Die Datenbanken verfügten über eine anwendernahe Schnittstelle zur Dateneinspeisung.

Aus diesen Projekten heraus erwuchsen Experimente, Daten miteinander in Verbindung zu bringen, die nicht explizit miteinander verknüpft sind. Beispielsweise ließ sich zwischen mehreren bibliographischen Einträgen eine inhaltliche Nähe aufgrund gemeinsamer Schlagwörter oder Autoren abgeleitet werden.

Auch auf der technischen Seite eröffneten sich vertiefende Aspekte. So arbeitet das »Glossarium Graeco-Arabicum« mit drei Alphabeten in verschiedenen Schreibrichtungen und muss konsequent mit Kodierungen und Kollationierungen des Unicode-Standards operieren.

Das »Personendaten-Repositorium« war schließlich ein Projekt, in dem erstmals über konkrete Anforderungen eines Einzelvorhabens hinaus über Datenmodellierung nachgedacht werden konnte. Praktische Anwendung fanden die dort entwickelten Ansätze erstmals in dem internationalen Musikforschungsprojekt Musici (2009–2013) und im Nachfolgeprojekt MusMig (2013–2016).

In den Bereich der digitalen Editionen drang ich schließlich 2014 durch eine Mitarbeit bei »TextGrid« vor.

Herausgeber: Torsten Roeder - Stand: September 2016 - Impressum